dialogisch-konfessioneller Religionsunterricht, dk:ru

... im Kleinwalsertal VS Hirschegg

Im Schuljahr 2016/17 startete ein Projekt im Religionsunterricht, das die Klassengemeinschaften in den Schulen stärken, die tolerante und kundige Gesprächsfähigkeit zwischen den Konfessionen und auch die Offenheit gegenüber bekenntnislosen oder andersgläubigen Schülern und Schülerinnen fördern will. Zugleich soll auch die Gestaltung des Stundenplans vereinfacht werden.

Das Modell des „dialogisch- konfessionellen Religionsunterrichts“, dk:ru, setzt den ökumenischen Gedanken um und wird in Kooperation zwischen der Katholischen und Evangelischen Kirche in Absprache mit dem Schulamt der Diözese Feldkirch sowie den Schulleitungen durchgeführt.

Die regulären Wochenstunden des Religionsunterrichts werden von den katholischen Religionslehrer/innen und  Pfarrer Josef Walter gehalten. Modulhaft bzw. projektmäßig und in eigenen Arbeitsphasen werden die zugeteilten Wochenstunden des evangelischen Religionsunterrichts in Teamarbeit mit dem evangelischen Pfarrer Frank Witzel mitgestaltet. Dafür eignet sich das bewährte Unterrichtsformat des "team-teaching". Pfarrer Frank Witzel bringt auf diese Weise evangelische Impulse in. Form des Dialogs in die Klassengemeinschaft ein.  

So wollen wir, dass die Kinder in einen bereichernden Lernprozess eintreten werden, der ihre Fähigkeiten zur Toleranz und gegenseitigem Verständnis fördern wird.

Ideal ist es, wenn Schulkinder  Fragen aus ihrem neu gestalteten Religionsunterricht nach Hause bringen und  ein gemeinsames Gespräch über Ökumene, Toleranz und religiöse Quellen des Sinns anregen. So können weitere Perspektiven für das gelingende Leben im Kleinwalsertal aufgezeigt werden.

Das Projekt wird vom Schulamt der Diözese Feldkirch begleitet und von den Beteiligten evaluiert. Siehe unten

Wir freuen uns, dass dies „zääma“ geht und eine neue Ebene der ökumenischen Kooperation in der Schule (und nicht nur dort) erreicht werden kann.

Herzliche Grüße, Ihr Josef Walter (kath.) und Frank Witzel (evang.)

 

Der dk:ru wird, wo er organisatorisch möglich ist, von katholischer Seite in ganz Österreich positiv beurteilt. Auch der kath. Bischof Benno Elbs unterstützt ihn, wie wir im Evaluationsgespräch erfahren durften.

Für die evangelische Kirche Österreichs und Bayerns (im Kleinwalsertal, das in Vorarlberg liegend dennoch ein Teil der evang.-luth. Kirchengemeinde von Oberstdorf ist,) ist er ebenfalls ein sehr vielversprechendes Modell, um sinnvoll mit der Diasporasituation der evangelischen Minorität umzugehen.